Chaos ohne Ende.

Die letzen drei Monate waren so grauenvoll chaotisch. Und Sachen sind passiert. Schlimm. Meine Eltern hätten mich fast rausgeworfen. Ich wäre fast von der Schule geflogen. Markus hätte sich fast von mir getrennt.

Und das alles wegen einem kleinen Wesen in mir was überhaupt nichts dafür kann.

Ich bin schwanger. Richtig. Mit 15. Auch richtig.

Geht es eigentlich noch schlimmer? Wie soll ich das denn schaffen?!

Genau das habe ich mich am Anfang gefragt. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte, was ich sagen sollte, als die Frauenärztin mir 'die gute Nachricht' überbracht hat.

Wie zur Hölle sollte ich das Markus erklären (mit dem ich übrigens an dem Abend, aus dem letzten Blogeintrag noch zusammen gekommen bin)?! Und meinen Eltern erst?!

Ich habe es dann erst meinem Twin erzählt. Und mit ihm dann eine Lösung gesucht. Zwei Wochen später habe ich mich dann erst getraut es meinen Eltern zu sagen. Sie waren stocksauer und mein Vater war kurz davor mich raus zu werfen und zwar so richtig. Aber mein Twin hat mit ihm geredet und meine Mutter auch. Und er hat sich dann nach einer Woche Stille entschuldigt und gesagt, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Meine Mutter war zwar geschockt, hat sich aber schnell wieder beruhigt und sich sogar gefreut.

Gut. Familie weiß es und nimmt's hin. Aber was ist mit Markus? Vier Wochen nachdem ich es erfahren habe, habe ich es ihm dann gesagt. Er hatte schon immer gefragt, was denn los sei, weil ich mich so seltsam verhalten würde. An dem Abend hat er es dann erfahren. "Markus, ich.. ich bin schwanger. Wir bekommen ein Baby!" Das waren die Worte, die ich zu ihm sagte. Erst schaute er mich total überrascht und ungläubig an. Er meinte, dass sei wohl ein Scherz, er wollte es nicht glauben, doch als ich sagte, es sei kein Scherz, wurde er wütend. Er schrie mich an, ich sei an allem Schuld, ich hätte besser aufpassen müssen und von wegen seine Eltern würden ihn umbringen. Danach haben wir uns 3 Wochen nicht unterhalten. Garnicht.

In der 3. Woche rief er mich öfters an, doch ich wollte ihn nicht sprechen, wollte nie wieder etwas mit ihm zu tun haben. Ich war einfach zu verletzt von seiner Reaktion. Es tat einfach weh. Ich war kurz davor das Kind abtreiben zu lassen. Aber eines Abends kam er zu mir nach Hause. Ich war mit Twin alleine zu Hause und war auf dem Sofa eingeschlafen. Es klingelte und ich wurde wach. Da Twin auch eingeschlafen war, stand ich auf um zu öffnen. Ich fragte mich wer so spät noch hier hin kam. Und als ich die Tür öffnete, stand dort Markus mit einem Strauss weißen Rosen. Weiße und nicht rote, weil er weiß, dass ich weiße lieber mag. Er hat sich entschuldigt und gesagt, dass wir das schaffen werden, egal wie und egal was andere sagen. Und ich habe ihm verziehen und wir schaffen das wirklich, das weiß ich. Am nächsten Tag haben wir es dann zusammen seinen Eltern erzählt und sie haben es ganz gut aufgenommen. Waren zwar etwas überrascht, aber es war nicht so schlimm wie bei meinen Eltern.

Wir schaffen das, auch wenn ich erst 15 und er erst 16 ist. Wir werden eine kleine glückliche und junge Familie, jawohl.

18.5.08 23:21
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(18.5.08 23:27)
Viel Glück.


kero (18.5.08 23:39)
schwanger mit 15? wow.
viel glück, dass du das gut hinbekommst.

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